Zeitschriften | Verband & PolitikLesezeit 2 min.

Zehn Jahre Pflege für den perfekten Christbaum

Alle Jahre wieder zaubern Christbäume ein Lächeln auf die Gesichter von Kindern und Erwachsenen. Kaum jemand ist sich jedoch bewusst, dass ihr Bäumchen bereits eine mindestens 8- bis 10-jährige Geschichte hinter sich hat, wenn es im Wohnzimmer steht. Welche Pflege und welches Fachwissen hinter jedem Christbaum stecken, erklären WaldSchweiz, der Verband der Waldeigentümer, und die IG Suisse Christbaum.

Download de Download fr   Download it

 

Drei Sorten Christbäume sind bei den Schweizerinnen und Schweizern beliebt: Allen voran die Nordmanntanne mit dem höchsten Marktanteil, darauf folgen mit je etwas Abstand die Fichte und die Blaufichte. Sie alle haben eines gemeinsam: Vor ihrem zeitlich begrenzten Auftritt im Wohnzimmer brauchen sie rund 10 Jahre Pflege mit speziellem Know-how, denn anders als im Wald sollen möglichst alle Bäume einer Christbaumkultur formschön wachsen.

Alles beginnt bekanntlich beim Samen. Damit die Bäume in Wohnräumen nicht zu viel Platz einnehmen, ist ein schlanker Wuchs besonders beliebt. Fachleute wählen deshalb gezielt Saatgut mit dieser Eigenschaft aus. Auch ein spätes Austreiben sei vorteilhaft, so Philipp Gut, Geschäftsführer der IG Suisse Christbaum. Das Saatgut von Fichte und Blaufichte ist dank ihrer regionalen Provenienz einfach zu beschaffen, während die Samen für die Nordmanntanne in der Regel von Wild-Beständen aus dem Kaukasus gekauft werden.

Das Umfeld muss passen

Während Fichte und Blaufichte anspruchslos in fast allen Böden wachsen, gedeiht die Nordmanntanne nur in saurem bis neutralem Umfeld. Sind die verpflanzten Sämlinge erst einmal im Boden, reichen Regen und Lichtverhältnisse in der Schweiz in der Regel aus, damit Christbaumkulturen gedeihen. In seltenen Fällen – z.B. in einem trockenen Frühjahr – müssen die Produzenten zusätzlich bewässern. Haben die Christbäumchen das erste Jahr nach dem Verpflanzen überlebt, sind sie zumindest vor dem Vertrocknen gefeit.

Doch auch danach können ihnen noch einige Gefahren zu Leibe rücken. Frost, Hagelschlag, Wildverbiss oder das Absitzen von grösseren Vögeln auf der jungen, weichen Spitze kann eine Beschädigung der Krone zur Folge haben. Um eine neue Spitze zu erhalten, können Produzenten z.B. Seitenäste mit Klammern aufrichten und als neue Spitze formieren. Auch nach einem Hagelschaden wissen sich die Fachleute zu helfen: Christbäume werden falls nötig zurückgeschnitten und mit verschiedenen Hilfsmitteln formiert. Gegen Wildverbiss hilft nur das konsequente Einzäunen der

 

 

 

Anlage, und auch gejätet muss regelmässig werden, da die Bäume ansonsten von Wicke, Brombeeren, Gras und sonstigem Unkraut vereinnahmt werden.

Hat ein Christbaum 8 bis 10 Jahre durchgehalten und sich in seiner schlanken Form entfaltet, ist es Zeit für die Ernte. Hochwertige Bäume, welche den qualitativen und umweltbezogenen Richtlinien der IG Suisse Christbaum entsprechen, erhalten das Gütesiegel. Dieses ist vor allem für Wiederverkäufer und Grossverteiler, die aus zweiter Hand an die Bevölkerung verkaufen, interessant. Wer also das Logo mit den vier Tannen und dem Schweizer Kreuz auf dem eigenen Christbaum erblickt, weiss, in diesem Baum steckt jahrelange professionelle Zuwendung, Schutz und Pflege – für ein schönes Weihnachtserlebnis mit Schweizer Herkunft.

Zur Preisliste

Kontakt

Benno Schmid
Leiter Kommunikation und Politik, WaldSchweiz
+41 32 625 88 71
Mail

 

ähnliche News aus dem Wald