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Schweizer Wald leistet auch wirtschaftlich viel

Alljährlich findet am 21. März der Internationale Tag des Waldes statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto «Wälder und Wirtschaft» und macht auf den weltweiten Stellenwert gesunder Wälder für den wirtschaftlichen Wohlstand aufmerksam. Auch der Schweizer Wald trägt viel zur Wirtschaft bei – nicht nur als Arbeitsort.

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Der Schweizer Wald erbringt viele Leistungen für die gesamte Öffentlichkeit. So liefert er Holz zum Bauen und Heizen, bindet CO2, reinigt Luft und Trinkwasser und stellt Raum für Freizeitaktivitäten und Sport zur Verfügung. Viele dieser Leistungen erbringt der Wald ohne direkte Kostenfolge für die Nutzniessenden. Um die gesamte Wertschöpfung des Waldes aufzuzeigen, sollten auch diese Leistungen in Wert gesetzt werden können, was beispielsweise bei der Erholungsleistung sehr schwer zu beziffern ist. Anders bei der wirtschaftlichen Bedeutung: Auf den rund 1.27 Millionen Hektaren Waldfläche der Schweiz (rund ein Drittel der gesamten Landesfläche) erwirtschaftet die Forstwirtschaft jährlich rund 435 Millionen Franken Bruttowertschöpfung (2022).

Bei der Wertschöpfung des Waldes gibt es grosse regionale Unterschiede. Viel wird in ländlichen Regionen und im Alpenraum erwirtschaftet, womit der Wald einiges zur wirtschaftlichen Leistung in strukturschwachen Gebieten beiträgt.

Rohstofflieferant, aber nicht nur

Insgesamt wurden 2024 in den Schweizer Wäldern 4.8 Millionen Kubikmeter Holz geerntet. Auch wenn die Holzernte im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent gesunken ist, bleibt die Holzproduktion die bedeutendste Leistung des Waldes. Das geerntete Holz wird in rund 300 Holzverarbeitungsbetrieben schweizweit verarbeitet. Die Zahlen von 2025 liegen noch nicht vor.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Waldes geht aber weit über die Holzproduktion hinaus und wird oft unterschätzt. In der Schweiz sind rund 40 Prozent der Waldfläche Schutzwald. Dieser sichert neben dem Siedlungsgebiet auch Verkehrswege, welche für den funktionierenden Transport von Waren und damit für die Wirtschaft bedeutend sind. Lawinen, Erdrutsche und Murgänge verursachen viel höhere Kosten als für den Unterhalt und die Pflege des Schutzwaldes nötig sind. Dass diese Gelder gut investiert sind, merkten schon unsere Vorfahren und erliessen zum Schutz der Wälder im Hochgebirge vor 150 Jahren das Forstpolizeigesetz (heute Waldgesetz).

«Arbeitgeber Wald»

Insgesamt arbeiten in der Schweiz rund 2900 Menschen in 650 Forstbetrieben im Wald (zirka 2500 Vollzeitäquivalenten). Hinzu kommen noch rund 3500 Arbeitnehmende in Dienstleistungsunternehmen für die Forstwirtschaft (zirka 3000 Vollzeitäquivalenten). Von allen Beschäftigten in der Wald- und Forstwirtschaft sind 7.3 Prozent Frauen. Zudem bietet die Forstbranche pro Jahr rund 300 Lehrstellen an.

Die Betriebsstruktur in der Forstbranche widerspiegelt die kleinräumigen Besitzverhältnisse im Wald. So bewirtschaftet über die Hälfte aller Betriebe nur rund 20 Prozent der Waldfläche. Jeder Betrieb bewirtschaftet durchschnittlich rund 1069 Hektaren Wald. Der Strukturwandel und die Strukturbereinigung bringen es aber mit sich, dass diese durchschnittlich bewirtschaftete Fläche pro Betrieb in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

Forstbetriebe leisten heute weit mehr als «nur» Waldarbeit und sie müssen ihre Angebote diversifizieren, um rentabel zu sein. Die aktuellen Kennzahlen aus dem Testbetriebsnetz (TBN), welches die Daten von 160 Forstbetrieben auswertet, zeigen, dass zwar die Sachgüterproduktion sowie die Dienstleistungen einen leichten Gewinn ausweisen, doch die Waldbewirtschaftung generell und die Holzernte im Speziellen ein Verlustgeschäft sind. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen – und dies, obwohl Holz als nachwachsende Material-und Energiequelle heute mehr denn je im Trend liegt. Das aktuell knappe Holzangebot sollte sich künftig bei marktgerechten Preisen für Schweizer Holz abzeichnen.

Auf Holz aus Schweizer Wäldern zu setzen, ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern unterstützt auch die lokalen Arbeitsplätze und steigert das Bruttoinlandprodukt – dafür setzt WaldSchweiz ein Zeichen am diesjährigen Internationalen Tag des Waldes.

Internationaler Tag des Waldes

Der Internationale Tag des Waldes wurde 1971 von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) als Reaktion auf die globale Vernichtung des Waldes eingeführt. Er findet traditionell am 21. März (Frühlingsanfang) statt, noch bevor die meisten Bäume ihre Knospen austreiben und sich mit ihren Blättern für ein neues Jahr wappnen.



Kontakt

Benno Schmid
Leiter Kommunikation und Politik, WaldSchweiz
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